Stell dir einen Film ohne Musik vor: Er wirkt oft leer, manchmal sogar langweilig. Filmmusik sagt uns, was wir fühlen sollen – ob eine Szene spannend, lustig, traurig oder gefährlich ist. Meistens merken wir es gar nicht. In diesem Labor findest du heraus, wie Filmmusik das macht. Am Ende vertonst du selbst eine Filmszene.
Damit deine Antworten und dein Soundtrack nicht verloren gehen, legst du dir einen persönlichen Code an – zum Beispiel mia-7b. Mit demselben Code arbeitest du auf jedem iPad weiter. Merk ihn dir gut!
🎧 Setz deine Kopfhörer auf. Die Filmausschnitte sind stumm – die Musik dazu macht die Seite selbst, mit echten Instrumentenaufnahmen. Tipp immer auf den großen Knopf „Abspielen“ unter dem Film.
Die Einheit ist so gebaut, dass die Kinder allein damit arbeiten können – Musikkenntnisse sind für die Aufsicht nicht nötig.
Alle Lösungen lassen sich einblenden. Die Codes zeigen, wer wie weit ist; unter „Texte der Klasse“ stehen auch die Soundtracks als Liste.
Liegt eine Datei mit dem angegebenen Namen im Ordner filmmusik/medien/ auf dem Server,
spielt die Seite sie direkt ab – ohne YouTube und ohne Werbung (.mp4, .m4v, .webm, .mp3, .m4a).
Die Filmausschnitte selbst liegen schon in filmmusik/film/.
etwa 20 Minuten
Du siehst eine kurze Szene aus dem Film „Sintel“: Eine junge Frau wandert allein durch die verschneiten Berge. Schau sie dir zuerst ohne Musik an. Dann dreimal mit verschiedener Musik – das Bild bleibt jedes Mal genau gleich!
Die Musik legt eine Stimmung (englisch: mood) über die Bilder. Dieselbe Szene wirkt dadurch abenteuerlich, bedrohlich oder traurig – und wir erwarten jedes Mal etwas anderes. Filmmusik lenkt unsere Gefühle, oft ohne dass wir es merken. Wie sie das macht, hörst du an den Instrumenten, an Dur oder Moll, am Tempo und an der Lautstärke.
etwa 25 Minuten
Filmkomponistinnen und -komponisten haben einige Werkzeuge. Die wichtigsten Fachbegriffe:
Die Musik gibt einer Szene eine Stimmung: fröhlich, unheimlich, traurig … (Kapitel 1)
Die Musik folgt dem Geschehen und unterstreicht es: Sie wird lauter, wenn es spannend wird, steigt nach oben, wenn sich jemand streckt – ohne jede Bewegung einzeln nachzumachen.
Die Musik macht jede Bewegung hörbar, ganz genau zum Bild – jeder Schritt, jeder Sturz. Der Name kommt aus den Zeichentrickfilmen mit Micky Maus. (Kapitel 4)
Eine Figur oder eine Idee bekommt ihre eigene Melodie. Sie erklingt immer, wenn die Figur auftaucht – oder nur an sie gedacht wird. (Kapitel 3)
Musik, die im Film selbst erklingt: Die Figuren hören sie auch – ein Chor singt, ein Radio läuft, jemand spielt Gitarre.
Musik, die nur wir Zuschauer hören. Die Figuren im Film hören sie nicht. Die meiste Filmmusik ist Off-Musik.
Ein Ausschnitt aus „Big Buck Bunny“: Ein großer Hase kommt morgens aus seinem Bau. Hör, wie die Musik dem Geschehen folgt: beim Aufwachen, beim Strecken, bei der Blume und beim Schmetterling.
Im französischen Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (Les Choristes, 2004) gründet ein Lehrer in einem Internat einen Chor. Hier singen die Jungen das Lied „Vois sur ton chemin“ – die Musik ist Teil der Filmhandlung.
etwa 25 Minuten
Ein Leitmotiv ist eine kurze, gut erkennbare Melodie für eine Figur. Du kennst das bestimmt: In „Star Wars“ kündigt ein düsterer Marsch Darth Vader an, im „Weißen Hai“ reichen zwei tiefe, immer schnellere Töne – und alle wissen: Gleich kommt der Hai.
Im nächsten Ausschnitt aus „Big Buck Bunny“ gibt es zwei Seiten: den gutmütigen Hasen und drei freche Nager, die Böses im Schilde führen. Beide bekommen ein Leitmotiv. Hör sie dir zuerst an:
Der Ausschnitt hat 11 Einstellungen (zwischen zwei Schnitten). Schau den Film ohne Musik an und entscheide für jede Einstellung: Welches Motiv muss hier erklingen? Mit „Deine Regie“ hörst du den Film mit deiner Auswahl. Der farbige Streifen unter dem Film zeigt die Einstellungen.
etwa 20 Minuten
Ein Lama in Patagonien will auf die andere Seite eines Zauns – dumm nur, dass der Zaun unter Strom steht. Der Ausschnitt stammt aus dem Kurzfilm „Caminandes: Gran Dillama“. Vergleiche drei Fassungen: ohne Musik, mit Underscoring (die Musik gibt nur die Stimmung vor) und mit Mickey-Mousing (die Musik macht jede Bewegung hörbar).
etwa 45 Minuten
Jetzt bist du die Komponistin oder der Komponist. Such dir eine Szene aus, überleg dir eine Wirkung – und setz deine Musik aus Klangbausteinen zusammen. So geht’s:
Du willst eigene Musik spielen statt Bausteine zu setzen? Nimm in GarageBand Musik zu einer Szene auf (Tempo und Länge vorher ausrechnen!) und leg sie in iMovie unter einen Film. Die Blender-Filme „Sintel“, „Big Buck Bunny“ und „Caminandes“ darfst du dafür frei verwenden – sie stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz.
Mit deinem Code liegen deine Antworten in der musikwerkzeug. Du kannst am nächsten iPad weiterarbeiten – einfach denselben Code wieder eingeben. Mindestens 4 Zeichen, nur Buchstaben, Zahlen und Bindestriche.